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Planungstagung der AG "Bundesweite Schülerwettbewerbe"
Datum: 03.02.2004Rubrik: Aus der AG
Autoren: W. Beutel, Jena (Wettbewerb Demokratisch Handeln)
Mitte Januar (9./10.) traf sich die Wettbewerbs-Arbeitsgemeinschaft in Königswinter bei Bonn, um gemeinsame Angebote der Wettbewerbe zu entwickeln und zu verabreden, aber auch um die Situation der Förderung besonderer Begabungen durch Schülerwettbewerbe mit den hierfür verantwortlichen Mitarbeitern des Bundesbildungsministeriums abzustimmen.
So wird von der Arbeitsgemeinschaft betont, dass entwickelte, bewährte und gefragte Instrumente der Begabungsförderung, wie sie exemplarisch durch das breite Angebot der bundesweit tätigen und gesamtstaatlich geförderten Wettbewerbe präsent sind, zwar weiterentwickelt werden müssen, keinesfalls jedoch kurzfristigen, schlagwortträchtigen aktuellen schulpolitischen Ideen zugunsten gefährdet werden dürfen. Besondere Talente in der Schule zu fördern - in der Spitze wie in der Breite - sowie Schulen und insbesondere der Schülerschaft kontinuierliche Arbeitsmöglichkeiten außerhalb von Lehrplanrhythmus und Stundentakt anzubieten bleibt weiterhin eine der vornehmlichen Aufgaben der Schülerwettbewerbe.
In diesem Jahr werden die Wettbewerbe ihre Einzelangebote koordiniert und differenziert mit Hilfe eines Infostandes bei der Kölner didacta vom 9. bis zum 13. Februar vorstellen. Das Informationsangebot der Arbeitsgemeinschaft im Internet wird um aktuelle Berichte und um Beispiele von "Best-Practice"-Projekten und Preisträgern aus den Wettbewerben ausgeweitet. Schließlich wird für den Beginn des Schuljahres 2004/05 im August/September diesen Jahres eine Pressekampagne sowie ein Lehrerfortbildungs- und Informationsangebot angekündigt, dass insbesondere die Möglichkeiten zur schulischen Profilbildung und zur thematischen Entwicklung von Schulkonzepten durch Wettbewerbe in den Mittelpunkt rückt.
Auch den in der Arbeitsgemeinschaft lose verbundenen Wettbewerben bleibt kaum verborgen, dass vor dem Hintergrund der vielen Zumutungen, die angesichts der sattsam bekannten finanziellen Misere der öffentlichen Hände und der bildungspolitischen Situation (nach PISA, TIMMS und neuerdings IGLU) gegenüber den Schulen formuliert werden, ein Engagement in diesem Bereich oft als weitere zusätzliche Arbeit erscheint. Sie sind sich einig darin, dass dem die nach wie vor bedeutsamen Chancen dieser Form von Bildungs- und Begabungsförderung entgegengestellt werden müssen: Schulen sind heute mehr denn je selbst im Wettbewerb, und bundesweite Schülerwettbewerbe können dabei helfen, hierin zu bestehen.