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AG erstmals auf der didacta
Datum: 27.02.2004Rubrik: Aus der AG
Autoren: W. Beutel, Jena (Wettbewerb Demokratisch Handeln)
Vom 9. bis zum 13. Februar 2004 fand in der Kölner Messe am Rheinufer die DIDACTA, eine der großen Bildungsmessen in Deutschland, statt. Erstmals hat sich bei einer solchen Gelegenheit die "Arbeitsgemeinschaft der bundesweiten Schülerwettbewerbe" mit einem Stand präsentiert und auf die Angebote der in ihr tätigen Wettbewerbe aufmerksam gemacht: Da geht es um fachbezogene Wettbewerbe ebenso wie um solche, die sich fächerübergreifender Projekte gegenüber öffnen; da geht es um spezifische Formen der Hochbegabtenförderung, aber auch der Förderung von Begabungen und Talenten, die im klassischen Fachunterricht nicht zur Geltung kommen; und da geht es um Spitzen- wie um Breitenförderung. Allemal jedenfalls wird auf für die Schulentwicklung heute bedeutsame Ergänzungs- und Unterstützungsangebote verwiesen, die sich durch ihre Arbeit der letzten Jahre einen hervorragenden Ruf erworben haben.
Im Kontrast zu vielen großangelegten, effektvoll-bunten und oft auch lautstark-lärmenden Präsentationen von Verbänden, Interessengruppen und vor allem wirtschaftlich tätigen Anbietern im "Bildungsmarkt" ging auf den ersten Blick der kleine (und auch vergleichsweise leise) Stand der "bundesweiten Schülerwettbewerbe" fast unter. Doch immerhin: Das Label ?Bundeswettbewerbe" war präsent, und in vielen Einzelgesprächen konnte über Wettbewerbe als unterrichts- und schulergänzendes Angebot allgemein und über einzelne themen- oder fachspezifische Fragen umfassend informiert werden. Es gibt ein anhaltendes Interesse bei Pädagoginnen und Pädagogen an diesen schulergänzenden Angeboten und manche Frage - wie beispielsweise die nach überregionalen Wettbewerbsangeboten für Grundschulen, aber auch berufsbildende Schulen sowie nach fachlich einschlägigen Angeboten für die Bereiche Bildende Kunst und Gestaltung - wurde bei dieser Gelegenheit erneut aufgeworfen. Auch konnten einige der Wettbewerbe mit Präsentationen unter Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern am Stand des Westdeutschen Rundfunks beeindrucken. Öffentliche Vorträge und Gespräche, bei denen insbesondere der Geschäftsführer des Vereins "Bildung und Begabung e.V.", Dr. Harald Wagner, auf das für die Schulpädagogik anhaltend bedeutsame Feld der Begabungsförderung verwiesen hat, ergänzten die Informationsangebote.
Schließlich konnte die Arbeitsgemeinschaft auch Anregungen einsammeln: Eine für Schulen präsentable und Lehrerzimmer ebenso wie auch Schüleraufenthaltsräume zierende Gesamtübersicht zu den anerkannten bundesweiten Wettbewerben wurde angemahnt: Die gibt es allerdings zur Zeit nicht. Aber immerhin bereitet das BMBF eine entsprechende Broschüre unter dem Thema "Besondere Begabungen fördern" vor (auf der Service-Seite des Web-Auftrittes www.bmbf.de bereits als PDF abrufbar). Einschlägige Informationen enthält zudem das neue Faltblatt der "AG Bundeswettbewerbe" und gibt zudem der Internet-Auftritt der Arbeitsgemeinschaft unter "www.bundeswettbewerbe.de".
Auch wenn nicht alle Mitglieder und Mitstreiter aus der Arbeitsgemeinschaft, die sich schichtweise in der Standbetreuung engagiert haben, sofort das Gefühl entwickeln konnten, dass diesem letzten Endes doch stark von Marktkräften dominierten Messezirkus allzu viel substanzielles Interesse für das eigene differenzierte Angebot zu entlocken war, überwog insgesamt der Eindruck: Es hat sich gelohnt! Wenn nun Schule und Bildung zunehmend mehr mit den Kräften des Marktes spielen, müssen dort alle Aspekte - eben auch die der Begabungsförderung und der externen Unterstützung der Schule durch Wettbewerbe - zur Geltung kommen. So darf vermutet werden, dass die Arbeitsgemeinschaft auch auf den nächsten Bildungsmessen mitmischen wird.